Antifakt2Der 8. Mai ist seit 1945 ein ganz besonderer Tag – er markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und des Faschismus in Deutschland. Zum ersten Mal seit Jahren gab es nun auch in Witten wieder eine Aktion, um diesem historischen Datum zu gedenken. Gemeinsam mit dem Wittener Friedensforum, der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstverweigerer) Witten-Hagen und der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Nazisregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) Ennepe-Ruhr organisierten wir einen Rundgang zu verschiedenen Stolpersteinen in Witten, um denjenigen zu Gedenken, für die jede Rettung zu spät kam. Wir dokumentieren an dieser Stelle die Rede der SDAJ auf der Endkundgebung am Berliner Platz: Weiterlesen »

1. Mai – Nazifrei!

Gepostet am 5. Mai 2016 Aktionen Antifaschismus

Antifakt2Am 1. Mai – dem Kampftag der Arbeiterbewegung – haben wir uns auch in diesem Jahr wieder mit einem Infostand an der Kundgebung am Rathausplatz beteiligt. Neben Stickern und reichlich Infomaterial gab es dort eine Ratespiel mit falsch zugeordneten Zitaten und ein antifaschistisches Dosenwerfen mit den Gesichtern lokaler, regionaler und bundesweit bekannter Nazis. Weiterlesen »

imageAuf ihren Plakaten steht „Ohne Dokumente keine Zukunft“, „Wir wollen Integration“, „Für Menschlichkeit – gegen Dublin“. Es sind Menschen, die vor mehreren Monaten, auf der Flucht vor Krieg, Armut und Zerstörung ihre Familien und ihr Zuhause hinter sich lassen mussten und nun in Witten leben. Sie stehen im Regen vor dem Rathaus in Witten und fordern, dass sich endlich ihre Anträge auf Asyl stellen dürfen.

Das muss man sich mal vorstellen. 941 der 1680 Geflüchteten, die in Witten leben, durften bis heute beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) keinen Asylantrag stellen. Nach den Richtlinien der EU müssten sie eigentlich in den ersten 6 Tagen nach ihrer Ankunft bereits die Möglichkeit dazu haben – einige von ihnen warten nun schon seit über 8 Monaten. Weiterlesen »

Am Freitag, dem 29. Januar fand eine Demonstration gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Witten statt. Hintergrund war die kürzlich gegründete Wittener Bürgerwehr und ein Brandanschlag auf eine örtliche Geflüchtetenunterkunft.. Selbstverständlich waren auch wir, die SDAJ Witten, so wie viele weitere politische Organisationen aus Witten und der näheren Umgebung, an der Demonstration beteiligt.

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Die Demonstration war ein voller Erfolg – das können auch seltsame Presseerklärungen über „Linksextremisten“ seitens der Jungen Union nicht vermiesen! Es konnte eine breite Masse von 1000 Menschen (Polizeiangabe) mobilisiert werden um zu beweisen, dass  Witten tatsächlich eine Stadt ist, die keinen Platz für Rassismus hat! Die Solidaritätsbekundungen mit den Flüchtlingen schalten durch die gesamte Innenstadt. Die Stimmung war sowohl auf dem Demonstrationszug, als auch auf der Abschlusskundgebung im Rahmen dessen, was ein erneuter feiger Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft zulässt, gut. Und auch über die Grenzen dieser Demo hinaus gilt: „Say it loud, say it clear – Refugees are welcome here!“

Mit Erstaunen haben wir die Veröffentlichung der Pressemitteilung wir lassen uns nicht spaltender Jungen Union Witten in der WAZ des 01. Februar 2016 zur Kenntnis genommen. Wir sind mehr als verwundert darüber, dass die WAZ eine solche Pressemitteilung der jungen Union (jU) nicht nur ohne Angabe des Autors veröffentlicht, sondern deren Aussagen und Positionen beinahe vollständig übernimmt. Ohne uns weiter damit beschäftigen zu wollen, was genau sich in der Redaktion der WAZ abgespielt haben muss, damit so etwas geschieht, wollen wir auf die Darstellungen der Pressemitteilung der jU eingehen: Weiterlesen »

Demo 1×1 Part 1

Der Polizei stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, um uns auf Demos und Aktionen von unseren Zielen abzuhalten. Doch mit dem richtigen Handwerkszeug sind wir keinesfalls machtlos. In einem Vortrag über Repression und Gegenstrategien wollen wir aufzeigen, wie man sich und andere schützt, auf Platzverweis und Pfefferspray reagiert und trotzdem bei Laune bleibt. Was gehört alles in dem Demo-Rucksack? Wie verhalte ich mich richtig im Polizeigewahrsam? Was ist ein Ermittlungsausschuss? Auf diese und weitere Fragen wird unser Vortrag Antwort geben.

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3. Februar, 18:00 Uhr im Trotz Allem – Eintritt frei!

Am letzten Samstag (07.11.15) tourte die NPD mit mehreren Kundgebung und gewohnt stumpfsinniger Hetze IMG_17552 gegen Flüchtlinge durch NRW um vor „der drohenden Überfremdung, Verarmung und Kriminalisierung des geliebten Heimatlandes durch die nahende Asylflut“ zu „warnen“.

In Witten stand die Stimme des besorgten Volkes, von deren Website einem Sprüche wie „das Boot ist voll“ entgegen blinken, dann allerdings mit recht überschaubarem Aufgebot von 9 Leuten (sympathisierende Demonstranten miteinbegriffen) einer aufgebrachten Menschenmenge von ca. 300 AntifaschistInnen gegenüber.

Auch wir mobilisierten mit Transpi, Fahnen und empörten jungen Menschen zum Widerstand gegen die Rechten.IMG_1756

Die Aktion kann schon insofern als Erfolg angesehen werden, als dass von der Warn-und Hetzrede der Nationalen Partei Deutschlands kein Wort zu verstehen war und sich eines seiner Mitglieder regelrecht hinter ihrem Plakat versteckte.

Witten hat mit dieser Aktion wieder einmal ein klares Zeichen gesetzt:

Kein Platz und kein Gehör für Nazis: Refugees welcome!

Das Boot ist voll?

Gepostet am 29. Oktober 2015 Aktionen Antifaschismus

Argumentationstraining gegen Flüchtlingshetze

In den letzten Wochen erfasste ein deutlicher Rechtsruck die gesellschaftliche Mitte Deutschlands. Flüchtlingshetzer machten sich die Angst der Bürger zu Nutze um rechtes Gedankengut in der Gesellschaft zu etablieren. Wer musste sich noch nicht Parolen wie „das Boot ist voll“ oder „Wirtschaftsflüchtlinge zurück“ anhören?12184111_465836273589071_7868668006673432149_o

Da der Staat in der Aufklärung so sehr versagt hat liegt es nun in unserer Verantwortung mithilfe logischer Argumente gegen derartige Sprüche vorzugehen. Aus diesem Grund veranstaltete die SDAJ Witten ein offenes Argumentationstraining, in welchem die Teilnehmer lernen konnten auf welche Weise man flüchtlingsfeindliche Phrasen am besten entkräften kann.

Hierfür wurden die vier am meisten genutzten Parolen herausgesucht. Diese waren: Weiterlesen »

12080184_461088834063815_4386988107938931127_oAm 11. Oktober hat die rechtspopulistische Partei und selbst ernannte „Bürgerbewegung“ Pro NRW nach ihrem kläglichen Auftritt in Witten im Mai 2014 erneut versucht, im Ennepe-Ruhr-Kreis Fuß zu fassen. Mit kaum 50 Teilnehmer*innen, die zudem überwiegend aus Wuppertal und Düsseldorf anreisten, fiel ihre Demonstration gegen den geplanten Moscheebau in Schwelm aber erneut ausgesprochen armselig aus. Ganz anders die Gegenseite: An der Kundgebung des neuen Bündnis „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ nahmen über 250 Menschen aus den verschiedenen Kreisstädten teil. Auch die SDAJ Witten war dabei und hat einen Redebeitrag beigesteuert, den wir im folgenden dokumentieren:

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Filmabend im Trotz Allem

Gepostet am 11. August 2015 Termine

Film über die Solidarität zwischen Schwulen und Lesben und streikenden Minenarbeitern im Großbritannien der 80er

„Wenn man ausnahmsweise mal nicht von Polizei und Staat drangsaliert wird, dann heißt das wahrscheinlich, dass die gerade damit beschäftigt sind, jemanden anderen zu malträtieren.“ Der Film, den wir euch zeigen möchten, erzählt die vergessene Geschichte zweier ungleicher Parteien, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, außer der unerbittlichen Politik, die im Großbritannien der 1980er Jahre unter Margaret Thatcher gegen sie betrieben wird. Kluge Bündnispolitik und der gemeinsame Kampf machen möglich, dass sie sich annähern und sich ihrer gemeinsamen Interessen bewusst werden. Der Film soll aufzeigen und daran erinnern, wie viel wir mit Solidarität und gemeinsamer Aktion bewegen und bewirken können.

Der Filmabend findet am 26. August um 19:00 Uhr im Trotz Allem in der Augustastraße 58 in Witten statt. Im Anschluss an den Film freuen wir uns darauf, bei einem Getränk mit euch darüber zu diskutieren. Der Eintritt ist frei und Getränke gibt es zu anständigen Preisen.

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