Im Herbst letzten Jahres marschierten in Köln und Hannover jeweils tausende rechte Hooligans und Neonazis gemeinsam, um unter dem Schlagwort des „Antisalafismus“ ihre fremdenfeindliche und
rassistische Hetze zu verbreiten. (Siehe Stellungnahme der SDAJ vom 28. Oktober) Bei gewalttätigen Übergriffen der Rechten wurden dabei in Köln mehr als 50 Menschen verletzt. Die „Hooligans gegen Salafisten“, kurz HoGeSa, wie sie sich
selbst nennen, wollten am Sonntag nun auch in Essen aufmarschieren.

Schnell formierte sich dagegen breiter Widerstand. Das antifaschistische Bündnis „Essen stellt sich quer“ rief dazu auf, den Naziaufmarsch zu blockieren. Dazu musste es letztendlich gar nicht kommen – die Versammlung der Rechten wurde im Vorfeld verboten und die Verantwortlichen von HoGeSa brachen die Mobilisation ab. Die etwa 100 gewaltbereiten Nazis, die trotz abgesagter und verbotener Veranstaltung nach Essen gekommen sind, wurden angemessen behandelt: Sie wurden von der Polizei an einer Versammlung gehindert und teilweise wegen Bewaffnung verhaftet. Weiterlesen »

Auch am ersten Montag des Jahres 2015 sind die Anhänger der rassistischen und von Neofaschisten geführten Bewegung „Pegida“ auf die Straße gegangen, diesmal nicht nur in Dresden, sondern auch in München, Berlin und Köln. Dabei skandierten die Nationalisten nicht nur ihre rassistischen Parolen sondern auch wieder den Spruch „Wir sind das Volk“. Diese verzerrte Selbstwahrnehmung haben diesen Montag Antifaschistinnen und Antifaschisten bundesweit eindrucksvoll widerlegt. Weiterlesen »